Freitag, 21. Februar 2014

Griechische Mythologiedisco


Xenia Rachmann | MC Hammer

Foto: Roger Rossell
Pubertierende Jungs mögen: Discokugeln, Turnschuhe, Beats. Und selbstverständlich Mädchen. Narziss mag in Xenia Rachmanns MC Hammer erst all das, dann nur noch sich selbst. Er ist Proll, Autoerotiker und Puppe, aber vor allem ein Junge, der tanzen will und seine Freiheit genießen. Eventuell bringt er dafür zuerst seine Mutter um, aber dafür gibt es griechische Mythologie: Blut, Liebe, Rhetorik. Mitleid muss man trotzdem mit dem Jungen haben, der erst so viel Spaß an sich selbst hat, den Spaß dann von der Mutter verboten bekommt und sich am Ende auch noch selbst töten muss. Mit Lippenstiftblut bemalt, bleibt zum Schluss: ein roter Kreis über dem Herz.
Wem das zu süß war, der hat die heiße Schokolade nach der Performance bestimmt verschmäht. War aber lecker.

//ar

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