Freitag, 21. Februar 2014

Kaschierte Rhythmik


Was passiert, wenn ich mich von der Gesellschaft distanziere und nicht mehr im Mittelpunkt stehe?
Diese Frage haben die vier Akteure von Jessen/Jaroszek in Rhythmik gebracht und versuchen sie in ihrem Formexperiment zu beantworten. Ausgehend von der Metapher der Verschleierung haben sie eine Durationalperformance auf 35 Minuten konzipiert, in der zwei Sprecher, ein Schlagzeuger und eine Tänzerin mit ihren Rhythmen ihre jeweiligen Disziplinen aufbrechen und dadurch auf einen gemeinsamen Ausdruck zielen. Beschrieben wird der Vorgang der Isolation [der eigene Rhythmus] als Basis der Partizipation [mit den anderen Rhythmen zusammenkommen].

Teil dieses Formexperiments ist es aber auch, In Purdah als Beta-Version zu handhaben, die unter Einbezug der Öffentlichkeit geschliffen wird. So verstehen die Performer das 100° als Ort des Austausches, als Plattform, um weiter an der Produktion zu arbeiten – und um Ideen zu präsentieren, ohne definitiv werden zu müssen. Wo wir konsequenterweise wieder beim Tenor der Isolation und Partizipation wären.

//tot

Jessen/Jaroszek
In Purdah
Freitag, 20 Uhr
HAU3 Probebühne

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