Montag, 24. Februar 2014

Wenn das Nebelhorn dreimal tutet

hannsjana | Die Untergänge der Titanic

hannsjanas 45-minütige Arbeit Die Untergänge der Titanic beschäftigt sich am Beispiel von James Camerons Film Titanic von 1997 mit dem Scheitern in allen Lebenslagen. Dieses ernste Thema verlangt selbstverständlich eine angemessen ernste Haltung von den Performerinnen. Witz ist hier völlig fehl am Platz. Die Titanic und der Eisberg, die FDP und die 5%-Hürde, der Untergang der Drogeriemarktkette Schlecker und die Historie des Songs My heart will go on werden kulturgeschichtlich und -wissenschaftlich verortet und eingehend reflektiert. Dabei bleiben hannsjana stets objektiv und professionell. Eine interessante, ganz und gar lobenswerte Vorstellung. Ich gebe hannsjana für diese hervorragende Leistung eine 1,3.

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Am Abend lässt sich der Mensch am ehesten zu Torheiten hinreißen


Mama No Sing | Morgen früh, wenn Gott will … Britten op. 41


Was Isabelle Redfern und stefanpaul mir innerhalb von 45 Minuten beigebracht haben:

- Wie man ein Kind ins Bett bringt, ohne dass es Angst vor Albträumen bekommt
- Wie man sich selbst in den Schlaf singt
- Wie man ein Kind mithilfe einer Rute züchtigt, ohne dass Verwandte und Freunde Verdacht schöpfen
- Wie man ein Laken am besten zu einer Toga bindet
- Wie man ein Laken am besten zu einem Kopfschmuck bindet
- Wie man seine Kinder zärtlich auf spätere Enttäuschungen vorbereitet
- Wie man vor dem Schlafengehen beten sollte, um morgens wieder aufzuwachen
- Wie eine ziemlich gute Performance aussieht
Foto: Arne Schmitt
Was ich immer noch nicht weiß:
- Warum man sich vor Männern mit zusammengewachsenen Augenbrauen hüten sollte

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Sonntag, 23. Februar 2014

Wenn sonntagmorgens die Milch für den Kaffee alle ist


Wir haben Anna-Lena Kühner nach den Dingen gefragt, die sie mag (Ironie | Zombiefilme | Coverversionen von guten Songs finden, die besser als das Original sind) und die sie nicht mag (Kakerlaken | Berliner Gehwege voller Hundekacke | sonntags aufwachen und feststellen, dass die Milch für den Kaffee alle ist) – und dann daraus eine kleine Geschichte aus dem versehrten Leben geschrieben. 

Nur eins ist schlimmer: Wenn während der Depression einer Zombieapokalypse sonntagsmorgens die Milch für den Kaffee alle ist. Langsam nur dämmert im Halbschlaf die Realisation, langsam nur wird die Kaffeelosigkeit zur Gewissheit. Es ist so dunkel, dass ich für einige Zeit glaube – wie lange genau, weiß ich nicht –, ich sei noch immer bewusstlos. (Stephen King)


Noch halb im Heile-Welt-Traum kämpft man sich aus der Bettdecke, die sich im Schlaf heimtückisch um die Beine gewickelt hat, stolpert über Gehwege voller versteinerter Hundekacke und durch das Unterholz von Berliner Parks auf der Suche nach einem Kiosk, einer Tankstelle, nach kühler, weißer Vollmilch. Hat man das entlegene Füllhorn dann entdeckt, ist es meist immer dasselbe: Der Besitzer ist schon mutiert und man schlägt ihm den Schädel mit Handquirl oder Toiletten-Gummipümpel ein, oder die Tankstelle ist bereits geplündert und von Kakerlakenkolonien bevölkert mit Schimmepilzpunktemustern auf Tresen und leergeräumten Regalen. Milch gibts hier jedenfalls nicht. Einziger Lichtblick an diesem tristen Tag: Der Zombiepenner, der im Park auf seiner Gitarre dudelt, spielt die weltweit schönste Coverversion von Mrs Robinson. Besser als das Original. 

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Anna-Lena Kühner
Autopsie
Sonntag, 20 Uhr
HAU2 Foyer

Dabei sein ist alles


Niklas Leifert | Das letzte Testament
Foto: Arne Schmitt
Was, wenn sich die Reben plötzlich selbstständig machen vom Weinstock? Sie können Wasser herstellen und Licht, schließlich sogar selbst wurzeln. Der Weinstock wird überflüssig, der moderne Mann auch. Niklas Leifert nimmt einen neuen Fokus auf das Thema Feminismus und Gender: Den des werdenden Vaters. Mit ein bisschen weniger Glühbirnenfetischismus und ein bisschen mehr rotem Faden hätte das klappen können, so werden Religion, Familie und Technologie zu einem Wein verpanscht, den auch ein Student am Ende des Monats nicht unbedingt genießen kann. Auf das Neugeborene wartet man übrigens vergebens: Der werdende Vater tötet Frau und reißt das Kind mit der Hand aus der Gebärmutter, weil er dort selbst hineinkriechen will. Nunja.

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Please come closer


Benjamin Pohlig | Dance Yourself Clean (Or: Where do we go from here)

I never know how to start this piece because I can't really say what it's about. Please come closer. Benjamin Pohlig vermisst in Dance Yourself Clean Zwischenräume und Zuschauer, Utopien und Nervositäten. Stelle dich einem Fremden vor. Stelle dich vor mich. So nah, bis  nichts mehr zwischen uns passt. Tanz mit mir. Individualreviere werden geschrumpft, fremden Köpfen die Hand aufgelegt, im Kollektiv gegroovt. Als sich die Traube schließlich voneinander löst, entsteht ein Riss im Raum, in der Leerstelle schwingt noch die Energie von gerade eben. This is the space we share now. Ende. Dabei will ich noch gar nicht gehen.

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Samstag, 22. Februar 2014

There is a light that never goes out


Christough! & Dänny D. | Eröffnungsparty Ballhaus Ost – Durational Performance für minimal 50 Tänzer

Die Performer Christough! & Dänny D. machen am Eröffnungstag des Ballhaus Ost alles falsch. Anstatt den Fokus der Zuschauer ihres Mammutprojekts von Anfang an auf die vergehende Zeit zu richten, pumpen sie die Masse mit musikalischem Opium voll. Britney Spears, Backstreet Boys und Bad Romance animieren die Teilnehmer zwar zum Tanzen und Trinken, auf die Uhr sieht jedoch niemand. Meditative Zustände kommen höchstens auf der Drogentoilette auf. Unterstützt von einer bunten Lichtshow versuchen die Performer über Stunden hinweg alles, aber auch Perlen der elektronischen und britischen Musik animieren die Zuschauer nicht zum In-sich-Gehen und zur Reflexion. Gegen sechs Uhr geben die Performer erschöpft auf. Von denen, die nicht vorzeitig zu anderen Stücken verschwunden sind, gibt es anerkennenden Applaus. Erfolg sieht allerdings anders aus. Für eine philosophische Veranstaltung viel zu viel Spaß und Alkohol mit zu wenig ernstzunehmendem Inhalt.

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Nazis statt Nudeln

Gruppe International | TÄTERurENKEL 

Mathematik ist nützlich, wenn man über Nazis redet. Nudeln auch. Was uns TÄTERurENKEL sagen will: Wir alle sind Nazis, weil wir Nazivorfahren haben, denn nur Nazis konnten sich fortpflanzen in Deutschland vor 70 Jahren. Das Gespenst der Geschichte sitzt mit uns am Kaffeetisch. Es zu ignorieren, ist unhöflich. Zu nicken, wenn unsere Großeltern sagen "Früher war alles besser", ist monströs. In den Jahren zwischen 1939 und 1945 stirbt laut Mathematik ein Mensch pro 4,6 Sekunden. Uns wird empfohlen, die Opfer mit der Uhr zu zählen: der meditative Effekt sei enorm. Am Ende regnet es Konfetti aus einer Urne. Die Teufel tanzen.

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Light Bondage


Annika Schäfer | Medea

Mit Annika Schäfers Medea zeigt das Ballhaus Ost bei der Eröffnung Mut zur Moderne. Das Stück für drei Menschen und fünf Puppen öffnet sich gegenwärtiger Popkultur. Die drei Performer springen auf den beliebten Fantasybandwagon auf: Drachen, Helden und sogar ein Vampirbiss sind auf der Bühne zu sehen zumindest, wenn Sie so genau hinsehen wie wir. Titelheldin Medea ist gebunden von ihrer Weiblichkeit, sie braucht Iason, um sie zu erlösen und aus ihren Light Bondage Fesseln zu befreien (auch Light Bondage ist sehr aktuell). Er heiratet dann eine andere, also tötet sie ihre beiden Kinder und fliegt auf einem Drachen davon. Hobbits kommen allerdings keine vor. Vielleicht im nächsten Stück.

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Freitag, 21. Februar 2014

Liebe machen (mit Mayonnaise)

Daniel Agulló, Agata Siniarska | Those three little words

Fotografie: Ein Männergesicht. Unbeweglich und starr. Die Augen weit aufgerissen, der Mund offen. Alles ist voller Mayonnaise. Und es bewegt sich doch was: Zwei Frauenfinger, ebenfalls voller Mayonnaise, schieben sich in seinen geöffneten Mund.  Und wieder hinaus. Rein. Und wieder raus. Im Hintergrund stöhnt eine Frau. Cut. Neues Foto: Frauengesicht. Augen weit aufgerissen, Mund offen. Alles voller Tomatensoße. Zwei behaarte Männerfinger schieben sich in ihren Mund. Wieder raus. Im Hintergrund stöhnt die Frau lauter. Man denkt, man hätte Those three little words schon erraten. Eigentlich sind es aber sechs: Breathless. Fingering. Coming Soon. Tuning Love. Alle sind Those three little words. Nur besser. Du weißt, dass du es auch sehen willst.

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Samstag, 17-19 Uhr
HAU1 Foyer

Sonntag, 17-19 Uhr
HAU1 Foyer

Die Taube könnte man als Durchschnittsvogel bezeichnen


Annika Scharm | Gesunde Vögel sind lebhaft und munter

Foto: Arne Schmitt
Die häufigsten deutschen Gartenvögel auf einen Blick: Amsel, Bachstelze, Blaumeise, Buchfink, Buntspecht, Dohle, Eichelhäher, Elster, Feldsperling, Fitis, Gartenbaumläufer, Gartengrasmücke, Gartenrotschwanz, Gimpel, Girlitz, Goldammer, Grauschnäpper, Grünfink, Hausrotschwanz, Haussperling, Heckenbraunelle, Klappergrasmücke, Kleiber, Kohlmeise, Mauersegler, Mehlschwalbe, Mönchsgrasmücke, Rabenkrähe, Rauchschwalbe, Ringeltaube, Rotkehlchen, Saatkrähe, Schwanzmeise, Singdrossel, Star, Stieglitz, Tannenmeise, Türkentaube, Zaunkönig, Zilpzalp. Annika Scharm hat außerdem Fotos von Pelikanen im Sonnenuntergang dabei. Sanftes Vogelgezwitscher liegt in der Luft. Zur Abenddämmerungsbeleuchtung weht Bratenduft durch den Raum. Romantischer kann es an diesem Abend in Berlin nirgendwo sein.

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Griechische Mythologiedisco


Xenia Rachmann | MC Hammer

Foto: Roger Rossell
Pubertierende Jungs mögen: Discokugeln, Turnschuhe, Beats. Und selbstverständlich Mädchen. Narziss mag in Xenia Rachmanns MC Hammer erst all das, dann nur noch sich selbst. Er ist Proll, Autoerotiker und Puppe, aber vor allem ein Junge, der tanzen will und seine Freiheit genießen. Eventuell bringt er dafür zuerst seine Mutter um, aber dafür gibt es griechische Mythologie: Blut, Liebe, Rhetorik. Mitleid muss man trotzdem mit dem Jungen haben, der erst so viel Spaß an sich selbst hat, den Spaß dann von der Mutter verboten bekommt und sich am Ende auch noch selbst töten muss. Mit Lippenstiftblut bemalt, bleibt zum Schluss: ein roter Kreis über dem Herz.
Wem das zu süß war, der hat die heiße Schokolade nach der Performance bestimmt verschmäht. War aber lecker.

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Donnerstag, 20. Februar 2014

Schnaps im Pokal


Goldene Elf, Die 
Wortart: Substantiv, feminin
Worttrennung: Gol | de | ne  |  Elf
Die Goldene Elf bezeichnet ein Variante des ungarischen Nationalgetränks Pálinka (s. Obstbrand, der). Anders als der herkömmliche Pálinka wird Die Goldene Elf nicht aus Obst, sondern aus der schärfsten ungarischen Paprika gebrannt, und gilt unter Ungarn-Kennern und Gourmets als Delikatesse. Traditionell wird der Paprika-Pálinka zu allen Gelegenheiten gereicht, besonders zu festlichen Feier- und Trauergelegenheiten. Außerdem ist er beliebt, um niedergeschlagenen Freunden Mut zu machen. Branntweinforscher attestieren der Goldenen Elf auch eine nationalpatriotische Komponente durch die Verwendung der Paprika, die eine zentrale Rolle in der ungarischen Küche und Kultur einnimmt.

Die Goldene Elf wird nur in ausgesuchten Gourmetrestaurants serviert. Dabei bekommt der Gast eine Replik des Fußballweltmeisterschaftspokals von 1954 serviert, die mit dem scharfen Paprikaschnaps gefüllt ist.  Die Brauerei Sennecke& Bloch hält das Patent am Paprika-Pálinka. Seit 2010 ist die Herstellung von bis zu 86 Liter Pálinka mit fünfzig Volumenprozent genehmigungspflichtig und von der Branntweinsteuer befreit. Die Goldene Elf wird also zunehmend auch außerhalb von Ungarn konsumiert und genossen.
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Die Goldene Elf
Ohnmacht unterm Holunderblütenstrauch – Eine Werbeeinlage
Donnerstag, 23 Uhr
Sophiensaele Festsaal

Dienstag, 18. Februar 2014

Fetischismus und Obsessionen. Programmhefttextetexte


Vier Tage. Einhundert Seiten. Zweihundert Punkte im Haupt- und Rahmenprogramm. Beim Versuch, diese Wortmasse zu bändigen, verschwimmen die Texte. Die Augen brennen, der Wahnsinn nagt an der Hirnrinde.
Sieben fiebrige Miniaturen, zusammengeschnitten aus dem Megamaterial des Programmhefts.

Unsere Autorin bei der Arbeit.

we are celebrities
goethe, die rote ilse und bela lugosi (ein weißer junger mann) bekommen den menschenrechtspreis. ihr kardiovaskuläres engagement, den irrwitz unseres daseins phänomenologisch in 45 minuten am meer darzubringen, so jurorin britney spears, sind in der union aus seniorenchor und opa im fitnessstudio pure disko.
die wodka-trophäe in sondergröße steckt mit einigen paranüssen in einer kleinen grünen schachtel von tiffany's und – ach und o! – kann zu scattered movement, unflätigem pöbeln und constipation führen.


love discourse
an einem mehldunstigen frühlingstag der wm 1945 besteigt ein tanzender schlumpf mit unsichtbarem hund die kaiser-wilhelm-spitze. nach five minutes sieht er sich face to face mit einem larmoyanten himmelskörper. baby, sagt der lh, let's stay together. i know my perfection is exhausting ... – halb fisch ganz fisch, ma cherie, sagt der schlumpf, since you're not on facebook: das ist von mir zu dir. meine lebendige installation: wichsen zocken haarausfall, kein messias-monolog. häusliche gewalt, rabenmütter, nuclear desaster, wir entwickeln uns in verschiedene richtungen. sagt lh: gern msjö. gönn dir. my epic everyday: elektronische live-musik, wattebäusche zum frühstück, jorinde und joringel. schau, ich will den erotischen kuss alleine. ich suche mein glück auf dem planeten venus.


sarah throes herself off a bridge in 1885
medical records: brain's left and right hemispheres in polen am strand. haare auf dem kopf. trinken taumeln weiter, noch 24 stunden zu leben. detached uterus, körper ohne kommunikation, eine live-schmerzperformance wie die schildkröte und achilles. als liebeshypochonder sage ich: jetzt reichts. meine augengläser sehen formen und früchte. romeo und julia leben noch, aber die unmöglichkeit eines selbstbestimmten lebens macht mich zum frühreifen mädchen. we need illusions to survive, und ich habe keinen honig mehr. für den abyss gebe ich heute die perfekte show: ankommen, wirbel machen, ausziehen, höhepunkt. abgang.


marx' kapital hat bewegungspotenzial
lyrik auf der bühne. bad advice. geld ist dann 20 minuten nichts mehr wert.


unfasslicher eintopf
opernskizze: frauen in ihrem natürlichen lebensraum schreiben musik in bewegung um. nach ideen des publikums bauen sie in ihrer fragebogen-performance eine klingende dampfmaschine, mit der sie und türsteher dave durch die wastelands of germany von der peep show box zum institut für passive erfahrung reisen. sie machen die beine sooft sie wollen für dorfdämonen breit, denn im krieg und in der liebe ist alles erlaubt. vögelgewohnheiten live performt. europa aufs schärfste.
regieanweisungen: performer tragen kopfschmuck mit federn. entscheidungen werden für die öffentlichkeit getroffen. für physically needed support befindet sich ein masseur auf der bühne. masturbation androgyner rostocker als strafaufgabe.


bügeleisen tanzen nicht
quantum physics ist freiraum der kunst. the ultimate free moment working with visible and invisible things und der ganze zirkus. beschleunigung und auflösung von raum und zeit. das rätsel. das unbekannte. die lebenslüge im teilchenbeschleuniger. weltraum ist puppenspiel.


staged autobiography
meine utopie: heirat mit schöner schweizerin. keine schmuddelliteratur mehr, kein tarot, keine albträume. stattdessen: 1001 abenteuer in menschlicher landschaft, direkte verbindung von ohr und haut. liebeserklärung. die lust an der unfreiheit ist der eisberg meiner titanic. mein körper wird zum messinstrument für das schweizer gespenst der bronx und ihren narzissmus. my inner animal tells me: ich will spielen und kann nicht aufhören, dienst beim könig zu verrichten, oder, in meinem fall: bei der königin. die regeln bestimmt jeder selbst.

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