Sonntag, 23. Februar 2014

Treffen sich Artistin und Softwareentwickler


Ein Interview mit Vera Sofia Mota und Kristoffer Ström.

What were your first experiences with theatre?

Before this project, Kristoffer had no experience in the field of performance art. He was so taken by the experience, he was heard exclaiming 'I have a body'. Vera began her training at age eleven with classical and modern dance classes in her home town, Espinho. She often says that she would like to be out of her body.

What is the idea of your art in general?

Coming from philosophical, scientific and artistic backgrounds, we want to explore concepts of bodies, movement, position and perceptions thereof. We are experimenting as we go with software and hardware technology.

How did you get the idea for the performance Second love?

In 2009 Vera did the performance There is no love like the first, where she combined classical ballet 'positions' with 'natural' movements of the body using a stroboscopic light to allow, that neither the creator nor the spectator could choose completely what was being shown or received. At this same time, Kristoffer was working on a sequencing program for music and sound.
We met in Berlin in 2011 and for Second Love we wanted to go further in exploring the relations between light, body, movement, and perception and we decided to create a structure within which we can add sounds and music as well as control the light in different ways, playing with construction and randomness and pushing the game a bit further while confronting our different physical languages under this apparatus.

How would you describe the relationship between the two of you?

We like to think about our friendship in philosophical terms, as in being stronger together than each on their own, and having a kind of common language, or pre-language, that allow us an intense exchange and questioning of each other's ways of relating, working and acting.


Vera Sofia Mota / Kristoffer Ström
Second Love
Sonntag, 17 Uhr
HAU3 Bühne                         

Samstag, 22. Februar 2014

Soll ich dir mal eine Frage stellen, die so richtig Spaß macht?


Patrick Wengenroth und Matze Kloppe bieten eine musikalische Monströsitäten-Show, bei der man ins Taumeln gerät. Musik vom Planeten Porno heißt das in den Sophiensaelen zur Schau gestellte Programm: „Ein unfasslicher Eintopf der musikalischen Unmöglichkeiten, zusammengebraut aus Zutaten, über die man nur den Kopf schütteln kann, bis man am Ende gerührt dasteht und weint – oder tanzt und lacht“, sagt das Programmheft. Zehn Fragen an Patrick Wengenroth.


Wärst du ein Seemann und würdest eine Augenklappe tragen, was wäre dein Kosename?
Mausischnauz.

In welchem Land würdest du gerne auf einem Balkon vor dem jubelnden Fußvolk einen neuen Nationalfeiertag ausrufen – und welcher wäre das?
Ich stehe lieber auf der Bühne als auf Balkonen, bin lieber Sänger als Politiker und ziehe das Singen dem "AUS" rufen vor...

Für welches Verbrechen würdest du gerne ins Gefängnis gehen?
Dafür, dass man den Leuten, die einem allzu oft das Leben zur Hölle machen, mal so richtig auf die Schnauze haut.

Was ist das Normalste, das du dir vorstellen kannst?
Würstchen grillen und ein Bier dazu.

Wer ist böser? Charles Manson oder Anton LaVey?
Keine Meinung – Gegenfrage: Wer ist der bessere Schriftsteller: Joseph Eichendorff oder E.T.A. Hoffmann?
[Gegenantwort [tot]: Der Imageberater von Giovanni Trapattoni.]

Was ist heißer Scheiß?
Die neuen Platten von Ja, Panik und Beyonce ...

Wer sollte unbedingt ein Poster von dir über dem Bett hängen haben?
Meine Kids.

Wärst du lieber Spezialist im Messerwerfen oder im Kopfrechnen?
Im Messerwerfen.

Was kannst du unter Druck nicht?
Echt lachen.

Welches ist die am häufigsten zu hörende Frequenz auf dem Planeten Porno?
Keine Ahnung, welche Frequenz Liebe und Hass haben ... aber die dann halt.

//tot

WENGENROTH/KLOPPE
Musik vom Planeten Porno
Freitag, 23 Uhr
Sophiensaele Kantine

Freitag, 21. Februar 2014

Ein bisschen mehr Empathie, bitte!


Normalerweise coacht Horst Gronke Teams in Organisationen und Wirtschaftsunternehmen. Für das Stück COSMOS-1 von Citsaug hat sich der Kommunikations- und Argumentationstrainer mit drei Berliner Performern zum Sokratischen Gespräch zusammengesetzt. Zeitgleich hat sein spanischer Kollege Vander Lemes mit drei Performern aus Barcelona gearbeitet. Beide Gruppen aus Nord und Süd kommen nun zusammen, um auf der Bühne zu verhandeln, wann der Punkt gekommen ist, zu sagen: Jetzt reicht’s!

100WORT: Braucht Europa mehr Empathie?

Horst Gronke: Wir müssen dringend von dieser Form der Debatte wegkommen, bei der immer nur Pro- und Kontraargumente diskutiert werden und kein Raum für direkte Begegnungen gelassen wird. Im Gespräch gemeinsam etwas zu untersuchen, Nähe und Distanz auszuloten, trägt mehr zur Verständigung bei, als vorgefertigte Meinungen gegeneinander abzustellen.

Und das Sokratische Gespräch wäre eine geeignete Form dafür?

Das Sokratische Gespräch ist in gewissem Sinne nachhaltiger. Es geht um eine philosophieorientierte Vertiefung, die eine Bewusstseinsänderung zur Folge hat und aus der neue Handlungsmuster gewonnen werden können.

Gibt die Gesprächsführung auch die Dramaturgie des Stückes vor?

Genau. Es funktioniert nach dem sogenannten Sanduhrmodell. Oben, wo das Glas ganz gerade verläuft, formuliert die Gruppe ihre Fragestellung. Bei der Engstelle konzentrieren sich alle auf konkrete Erfahrungsbeispiele aus dem Teilnehmerkreis und arbeiten in der Zuspitzung das Wesentliche des Beispiels heraus. In der unteren Hälfte der Sanduhr wird es wieder allgemeiner, philosophischer. Dann geht es darum, welche allgemeinen Maßstäbe oder Werte das konkrete Handeln leiten.

War es sehr anders für Sie, mit Theatermachern zu arbeiten?

Insbesondere für die Performer war es neu, in dieser Struktur zu proben. Idee war es, im Probenprozess nicht wie üblich aus einer Vielzahl von spontanen Ideen ein Stück zu kreieren, sondern an eine grundlegende philosophische Reflexion anzuknüpfen. Das Sokratische Gespräch ist eine anerkannte Methode, über die es mittlerweile auch viel Literatur gibt. Fürs Theater ist es meines Wissens nach zum ersten Mal Grundlage gewesen.

//fs

Citsaug
COSMOS-1
Freitag, 22 Uhr
Ballhaus Ost Saal

What u lookin' at?


Choreographer Costas Kekis and performers Lana Hosni and Evandro Pedroni met at Salzburg Experimental Academy of Dance while studying there. They are cool people.

1. Your project in one sentence?
Costas:
What u lookin’ at will blow your eyes away!
Evandro: If you wanna know what people are lookin at, you better come on b#+0h!
2. You at the party?
L: I will be the one with those two handsome bearded guys. One will be dancing like Beyonce and the other one like Aerobicon. If the party gets wild we might be the ones trying to speak German.

3. Your way to defeat your opponent in a duel?
E: I could start with Voodoo but let's keep physical! Capoeira, Kung-Fu, Karate? Defeating opponents is one of my favorite skills!

4. What are you looking forward to in Berlin?
C: I am looking forward to possibly get back with my (ex) partner, whom at the moment I miss and love and think he’s selfish and irrespectable.
L: Klein classes. Also, finding a soul mate. And seeing a unicorn.

5. What are you looking forward to at 100° Berlin?
C: I am curious about this marathon of shows and being materialistic, it would be great to promote our work.



6. Naked or dressed?
C: Why choose?
L: Aaaah tricky tricky! I would say naked but what if it's snowing..
E: Dressed! Well dressed!
7. Schnapps before the show or sparkling wine after?
C: Schnapps after.
L: Sparkling wine.
E: Schnapps!!
//ar

Costas Kekis
What u lookin' at
Freitag, 21 Uhr
HAU3 Bühne

Donnerstag, 20. Februar 2014

Wie viele Großmütter hast du?


Meret Kiderlen präsentiert beim 100° mit der Lecture-Performance Meine drei Großmütter das vierte Projekt des Archivs der Flüchtigen Dinge. Wir haben mit ihr gesprochen.


1OOWORT: Archiv und Flüchtigkeit, Archiv und Theater: das klingt für mich nach Gegensätzen…

Meret Kiderlen: Wenn man etwas archivieren will, schreibt man es auch fest. Man nimmt ihm das Lebendige. Dabei steckt in den Dingen, die man in einem Archiv bewahren will, zum Beispiel in den Erinnerungen an die oder von den Großmüttern auch immer etwas Flüchtiges, das sich weiterentwickelt, nie bleibt, was es ist. Das Theater ist ja auch immer eine flüchtige Erscheinung und kam uns deshalb als der geeignete Ort vor, um diese ständige Weiterentwicklung der Dinge zuzulassen, sie festzuhalten und gleichzeitig als lebendige Phänomene zu belassen.

Wie gestaltet sich eure Arbeit als Archivare?

Wir sind kein festes Kollektiv, sondern eher ein Kern an Leuten, die in unterschiedlichen Konstellationen zu den einzelnen Projekten hinzustoßen. Idee ist es, einen Archivaufbau jeweils so zu verdichten, dass er zum nächsten Projekt führt.

Deine Lecture-Performance Meine drei Großmütter basiert auf einem O-Ton eines Interviews mit deiner Großmutter, den ihr auch schon im zweiten Aufbau und der dritten Inszenierung verwendet habt.

Der O-Ton ist wie die Partitur des Stücks. Meine Großmutter hat versucht, auf meine Fragen zu antworten. Weil sie an Alzheimer erkrankt ist, hat das nicht richtig geklappt. Sie hat ihre Erzählung immer wieder abgebrochen und von vorne angefangen, ihr Erzählen verändert. Die Worte, die sie dabei verwendet hat, waren nicht die, die eigentlich für die Erzählung vorgesehen waren. Sehr traurig, aber auch unheimlich poetisch. Nach diesem Prinzip des Versuchens und Scheiterns funktioniert auch die Lecture-Performance.

Geht es also mehr um das Vergessen als ums Erinnern?

Um beides. Ich würde sagen, der O-Ton meiner Großmutter ist einfach nur eine Extremform davon, wie wir immer erinnern. Wir erzählen Dinge ja auch nie ganz gleich und trotzdem greifen wir immer auf Muster zurück, die wir uns selbst gesetzt haben. Hinter diesen Mustern ist die eigentliche Erinnerung oft gar nicht mehr richtig da.

//fs

Archiv der flüchtigen Dinge #4
Meine drei Großmütter
Donnerstag, 20 Uhr
HAU2 Foyer

Montag, 17. Februar 2014

Sieben Fragen an Susanne Görres, Technische Leitung HAU1 und HAU3


Das Festival rückt näher. Vorfreude oder Schweißausbruch?

-

Bitte bewerten Sie Ihren Festival-Einsatz der vergangenen Jahre auf einer Stressskala von 1 bis 10 (Wobei 1 für ein Wellness-Schokoladenbad steht, 10 für einen Schützengrabeneinsatz bei Vollbeschuss).

7

Wie viele Hände und Füße (die eigenen ausgenommen) gilt es als  technische Leiterin während des  Festivals  zu koordinieren? (Angabe bitte in Extremitäten)

[zum Selberausrechnen:] In HAU1 und HAU3 sind 20 Techniker im Einsatz.

Wie wird man den Ansprüchen so vieler unterschiedlicher Theatergruppen gerecht? 

Indem man die Nerven behält und freundlich und bestimmt vermittelt, was möglich und was nicht zu realisieren ist.

Die Bühne des HAU3 (Foto: HAU Berlin)

Was wäre nach Ihrem Ermessen aus technischer Sicht das denkbar schlimmste Szenario während des Festivals?

Ein Unfall, bei dem sich jemand verletzt.

Was wäre nach Ihrem Ermessen aus nicht-technischer Sicht das denkbar schlimmste Szenario während des Festivals? 

Wenig und schlecht gelauntes Publikum.

Empfinden Sie, dass Ihre Arbeit und die Ihres Teams während und nach dem Festival entsprechend gewürdigt werden?

Ja.

Was war Ihr schönstes Erlebnis während der vergangenen Festivaljahre?

Der Besuch in der Ein-Personen Disco.

//mp

Sieben Fragen an Micky Esch, Technische Leitung HAU2


Das Festival rückt näher. Vorfreude oder Schweißausbruch?

Von beidem etwas.

Bitte bewerten Sie Ihren Festival-Einsatz der vergangenen Jahre auf einer Stressskala von 1 bis 10 (wobei 1 für ein Wellness-Schokoladenbad steht, 10 für einen Schützengrabeneinsatz bei Vollbeschuss).

Zwischen 6 & 8.

Wie viele Hände und Füße (die eigenen ausgenommen) gilt es als  technischer Leiter während des  Festivals  zu koordinieren? (Angabe bitte in Extremitäten)

36 (falls damit „nur“ das technische Personal gemeint ist).

Das Foyer des HAU2 (Bild: HAU Berlin) 


Wie wird man den Ansprüchen so vieler unterschiedlicher Theatergruppen gerecht?

Gar nicht.

Was wäre (nach Ihrem Ermessen) aus technischer Sicht das denkbar schlimmste Szenario während des Festivals? 

Ein Unfall mit Personenschaden.

Was wäre (nach Ihrem Ermessen) aus nicht-technischer Sicht das denkbar schlimmste Szenario während des Festivals? 

Der Drogenkurier hat eine Panne.

Empfinden Sie, dass Ihre Arbeit und die Ihres Teams während und nach dem Festival entsprechend gewürdigt werden?

Nee, weil es kaum jemand einschätzen kann (aber die Bezahlung ist OK).

Was war Ihr schönstes Erlebnis während der vergangenen Festivaljahre?

Da reicht diese Seite nicht aus.

//mp

Sieben Fragen an Elke Maria Koßmann, EMK-Gästetafel, Catering Sophiensaele

Das Festival rückt näher. Vorfreude oder Schweißausbruch?

Eindeutig Vorfreude!

Bitte bewerten Sie Ihren Festival-Einsatz der vergangenen Jahre auf einer Stressskala von 1 bis 10 (wobei 1 für ein Wellness-Schokoladenbad steht, 10 für einen Schützengrabeneinsatz bei Vollbeschuss).

4, auf keinen Fall Schützengraben! Ich finde, das Ganze hat auch etwas von einer Theaterproduktion: Man bekommt den Auftrag und muss erst mal planen und überlegen, was man will und kann. Dann muss man versuchen, alles mit den gegebenen Mitteln umzusetzen.

Wie viele Hände und Füße (die eigenen ausgenommen) gilt es als Caterer während des  Festivals  zu koordinieren? (Angabe bitte in Extremitäten)

Unterschiedlich. In der Küche sind es jeweils 6 Hände (eingesetzte Maschinen ausgenommen). Beim Catering am Abend zwischen 4 und 6 – mal sehen.

Wie wird man den Ansprüchen so vieler unterschiedlicher Besucher gerecht?

Das ist der heikelste Punkt und nicht kalkulierbar. Ich kann es nur so machen, wie ich es gerne hätte und hoffe, dass es möglichst vielen Menschen auch gefällt. Gute Ausgangsprodukte sind mir sehr wichtig und dass auch diejenigen etwas Leckeres finden, die sich vegetarisch ernähren wollen.


Elke Maria Koßmann (Foto: Eberhard J. Schorr)

Was wäre (nach Ihrem Ermessen) aus Catering-Sicht das denkbar schlimmste Szenario während des Festivals?

Hm – ein Stromausfall hätte nur Auswirkungen auf den Betrieb der Kaffeemaschine. Jetzt frage ich mich was wohl schlimmer wäre: Das keiner mein Essen mag oder dass es in Nullkommanichts aufgegessen wäre …

Was wäre (nach ihrem Ermessen) aus nicht- Catering-Sicht das denkbar schlimmste Szenario während des Festivals? 

Das Schlimmste wäre auch hier, dass keine Zuschauer kämen. Aber das ist nicht zu erwarten! Na ja, so ein Festival erfordert von allen Beteiligten überirdisch hohen Einsatz und kostet viel Kraft. Ich hoffe, dass alles gut klappt und neben der Arbeit auch viel Spaß macht.

Empfinden Sie, dass Ihre Arbeit und die Ihres Teams während und nach dem Festival entsprechend gewürdigt werden?

Auf jeden Fall!

Was war Ihr schönstes Erlebnis während der vergangenen Festivaljahre?

Im Theater ist jeder und jede Einzelne unendlich wichtig, alle haben ihre spezielle Aufgabe. Und wenn es dann läuft, entsteht für mich immer das wunderbare Gefühl, etwas gemeinsam zu stemmen. Darauf freue ich mich auch diesmal.

//mp

Freitag, 14. Februar 2014

NEW KIDS ON THE BLOG: Die Drei von der Produktionsleitung


3 Spielstätten, 3 ProduktionsleiterInnen. Vorgestellt in 5 Fragen.
              Lara-Joy Hamann, Sophiensaele | Karoline Kähler, HAU | Jakob Weiss, Ballhaus Ost

Beschreibe Karoline Kähler/Jakob Weiss/ Lara-Joy Hamann in einem Satz.

L. H.:
Karoline Kähler ist zu Späßen aufgelegt und mit praktischem Verstand ausgestattet.

K. K.: Jakob Weiss mag keine halben Sachen: ganz oder gar nicht und Liebe oder Hass.

J. W.: Lara-Joy Hamann ist ganz schön tough.



Schläfst Du nach dem Festival eine Woche lang durch oder war die Vorbereitung gar nicht so stressig?

L. H.:
  Ich schlafe einen Tag. Dann gehe ich mal wieder schwimmen und ins Kino.

K. K.: Ich werde in den Tagen nach dem Festival bestimmt nur schwer meine Augen offen halten können. Die Vorbereitungen sind natürlich nicht unanstrengend, aber das Festival an sich bedeutet vier Tage Ausnahmezustand und danach werde ich wohl ziemlich platt sein.

J. W.: Sowohl als auch. Stressphasen und Entspannungsphasen haben sich die Waage gehalten. Aber reden wir darüber nochmal nach dem Festival.


Wenn Du dieses Jahr nicht Produktionsleiterin beim 100°-Festival wärst, sondern dort ein einzelnes Projekt auf die Bühne bringen würdest, was für ein Stück wäre das?

L. H.:
Es wäre sehr laut, ich würde alle Scheinwerfer benutzen, die ich kriegen kann, es gäbe viele Texte, die niemand auswendig kann, und ein Ufo oder irgendwas Ferngesteuertes, das fliegen kann. Am Ende würde jemand singen.

K. K.: Das wäre sicherlich ein krachig-poetisches Musiktheaterstück mit meiner Gruppe musiktheater bruit!

J. W.: Eine größenwahnsinnige futuristische Oper. Die kommt dann nächstes Jahr.


Was ist das ganz besonders Besondere Deiner Spielstätte beim diesjährigen 100°-Festival?

L. H.:
Das Besondere ist – wie allerdings in jedem Jahr – dass so viel Verschiedenes in einem Haus stattfindet, dass überall immer was passiert. Wirklich neu ist, dass es ein Mitternachtsradio gibt: Jeden Tag um Mitternacht wird im Foyer des Festsaals ein Tagesrückblick präsentiert, der auch live gestreamt wird, somit auch für die Zuhausgebliebenen oder die, die schon zuhause sind.

K. K.: Das ganz ganz Besondere sind natürlich die super Truppen, die bei uns spielen. Am HAU werden ja während des 100° Festivals acht Bühnen bespielt, und zum Teil sechs Performance gleichzeitig laufen, wenn man das mal potenziert …

J. W.: Zum einen ist das Ballhaus Ost ja noch ganz jungfräulich in Bezug aufs 100°, andererseits ist es höchste Zeit dafür, dass dieser charmante Fleck Theater mit dabei ist. Beim Festival werden wir zwar nur zwei Tage dabei sein, die werden es allerdings in sich haben, verteilt auf alle Etagen im Ballhaus. Eine Besonderheit ist sicherlich, dass es in unserem Programmablauf keine Überschneidungen gibt und man so bei uns keine Vorstellung verpasst. Und wer sich mal entspannen will, kann das in unserer Sauna – genau, Sauna – im Hof tun oder sich in einer unserer Bars sein Mütchen wieder kühlen.


Dein persönlicher Tipp für die Festivalbesucher?

L. H.:
An der Bar in der Kantine gibt‘s Moscow Mule!

K. K.: Lauft los, holt alles raus, schaut alles an, applaudiert, stimmt ab, gebt Tipps, verwirrt die anderen, schreibt dem ShortMessageService, esst Pizza, trinkt ne Cola, kommt zu den Gesprächen, feiert, tanzt, tanzt, tanzt, schlaft, lasst euch gehen und, ganz wichtig, kommt am nächsten Tag wieder und lauft weiter…

J. W.: Rumfahren und so viel wie möglich mitnehmen. Und gut planen. Dafür gibt‘s dieses Jahr in unserem Programmheft sogar eine extra Seite.

// SIM



//SIM